Haus Rheinblick

Die Bebauung für das direkt hinter dem Rheindeich gelegene Grundstück wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn konzipiert. Dem Bauherrn waren bei der Planung und Realisierung seines Wohnhauses drei Dinge wichtig: die Energie, die das Haus verbraucht, sollte selbst erzeugt werden können, seine sportlichen Interessen sollten bei der Planung Berücksichtigung finden und das Haus sollte in straffem zeitlichem Rahmen umgesetzt werden. Diese Vorgaben für die Planung und Realisierung des Bauvorhabens waren nur einzuhalten durch eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Architekten. Zwischen dem ersten Gespräch und dem Einzug lagen fünfzehn Monate.

Zur Abkühlung ist ein Balkon angeordnet, der als Sprungbrett in den Pool dient.

Die Räume und die mit einer Pergola überdachte Terrasse im Obergeschoss bieten einen weiten Blick auf Garten und Rheinlandschaft. Hier befindet sich auch der Fitnessbereich mit der aus Teak gefertigten, verglasten Sauna, so dass man beim Schwitzen bis auf den Rhein blickt. Zur Abkühlung ist ein Balkon angeordnet, der als Sprungbrett in den Pool dient. Sowohl Garten als auch Haus bieten eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten. Rheinseitig parallel zum Deich liegt ein Funktionsgarten mit verschiedenen Feldern für Beachvolleyball, Boule und Badminton. Der mittlere Gartenteil ist in Anlehnung an einen englischen Landschaftsgarten gestaltet. Eine zentrale Wiesenfläche mit Solitärbäumen wird von einem geschwungenen Beltweg und Pflanzungsflächen eingefasst. Die Wiesenfläche öffnet sich nach Osten, um den Blick auf den Rhein freizugeben. Vom Westen her schiebt sich das dritte Element bestehend aus Haus, Terrassen  und Vorplatz auf einer monolithischen Platte in die Wiese hinein.

In Anlehnung an die klassische Moderne erscheint das Haus als weiße Skulptur mit durch den Baukörper geformten Außenräumen wie die Rheinblick-Terrasse im OG oder die Pool-Terrasse mit überdachtem Sitzplatz. Die Basis des Hauses bildet eine monolithische Platte. Die Platte von über 500m2 Ausdehnung ist mit Naturstein- und Glaszuschlägen aus Beton gegossen und in mehreren Arbeitsgängen örtlich geschliffen. Dadurch ist eine homogene, fast fugenlose Fläche entstanden, die dem Haus eine weiße Grundplatte verleiht. Auf dem Vorplatz ist die Platte im schwarz-weiß-Kontrast gestaltet. Das Kreismotiv ist grafisch eingesetzt und bildet außerdem die Pflanzbeete für den Bambus. Der Bambushain wirkt wie ein Filter, durch den der Besucher zum Haus gelangt.

Unabhängig zu sein von Energieversorgern war ein Wunsch des Bauherrn, dem die Planer gerne nachgekommen sind. Die Anlagentechnik für die Warmwasserbereitung, Heizung und Kühlung beinhaltet den Einsatz von Geothermie mit acht Tiefenbohrungen sowie einer thermischen Solaranlage. Zur Stromerzeugung wurden die Dachflächen mit einer Photovoltaikanlage bestückt. In den regenarmen Monaten holt der neu erstellte Brunnen das Rheinuferfiltrat an die Oberfläche und ermöglicht die Bewässerung der ausgedehnten Grünflächen. Ansonsten erfolgt die Bewässerung mit dem Regenwasser, das in zwei jeweils 12.500m3 umfassenden Zisternen gesammelt wird. Überschüssiges Regenwasser wird in einer unterirdischen Rigole versickert und so dem Wasserkreislauf wieder zugeführt.

Leistungsphasen: 1-9
Wohnfläche: 450 m2
Bauantrag: 08/12
Bauzeit: 10/12- 09/13
Bauherr: privat

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